Michael Hauffen -> Bewegung der Langsamkeit -> Dokumentation

 

Die oben abgebildete Karte wurde im Juni 1994 an alle Bezieher von Einladungen zu Ausstellungen des Kulturreferats verschickt.

Im wesentlichen handelte es sich um die Ankündigung einer Aktion, die darin bestand, auf den Straßen Münchens sogenannte Passanten anzusprechen und dabei Themen anzuschneiden, die mit spezifischen Erfahrungen in Hinblick auf Zugangsmöglichkeiten zu künstlerischer Praxis und der jeweiligen eigenen Rolle im ästhetischen Feld zu tun hatten.

Vor allem sollte dabei die Einbettung ästhetischer Realität in die städtische Umgebung nicht nur angesprochen, sondern auch sinnfällig gemacht werden, indem die Reflexion darüber auf die Straße bzw. in den öffentlichen Raum gebracht wurde.

Vor allem im Anschluß an die Darstellungen eines Richard Sennett schien es mir angebracht, eine globale städtische Entwicklung zu problematisieren, die von funktionalen Zwängen wie dem des Straßenverkehrs getrieben, immer weniger Raum für spontanen kommunikativen Austausch übrigläßt.

Natürlich spielen auch die Medien eine wichtige Rolle bei der Etablierung der Gewohnheiten, die den Umgang mit "offenen" Räumen prägen. Deshalb bin ich besonders froh darüber, daß ein Interview über meine Aktion in der Süddeutschen Zeitung erscheinen konnte. (Interview lesen)

Schließlich war mir der Gedanke wichtig, daß meine Aktion nicht ein individueller Ausnahmeakt bleiben, sondern ähnliche Aktionen anderer anregen sollte. Deshalb produzierte ich eine Edition, die es ermöglichen sollte ohne weiteres eine ähnliche Aktion zu beginnen. (Edition kennenlernen)

Auch darüber hinaus hatte ich mir einige Gedanken zum Kontext des Projektes gemacht, die hier nochmals nachzulesen sind. (Dokumentation lesen)