Bild für ein Szene-Lokal in München (Baader-Cafe), 1992

 

Das Bild „Planet der Affen“ (160x 230 cm) wiederholt die Farben, mit denen die Wände des Kultlokals seit langem bemalt sind, verdoppelt den Raum, und erweitert ihn um ein fiktives Fenster. Dadurch entstehen sich überkreuzende Bezüge, die indirekt auf die jeweils eigenen bzw. fremden Ressentiments der Betrachter und ihrer „Anderen“ anspielen.

Die Gäste des Lokals haben sich übrigens inzwischen einmal per Abstimmung für die Beibehaltung der Wandfarben und des Bildes ausgesprochen. Selbstironie als stabilisierender Bestandteil einer bohemienhaften Subkultur? – man kann darin auch einen Ausdruck des Abrückens von jenen überkommenen Selbstbeschreibungen sehen, die die Autonomie von Individuen, Gruppen oder Parteien überschätzen. So gesehen wäre diese Botschaft den theoretischen Impulsen vergleichbar, die derzeit von Systemtheorie und Dekonstruktion ausgehen.

 

 

-> Planet der Affen als VR-Bild in Baader-Online